Hypnoseshow im „Dirty + Dancing“ – Wieso einem Osnabrücker plötzlich die Worte fehlten

Osnabrück. Der Osnabrücker Wolfgang Gerdes versucht angestrengt, einen Schlüssel an einem Band hochzuziehen, doch seine Arme gehorchen ihm nicht. „Je mehr du dich anstrengst, desto schwerer wird der Schlüssel“, tönt eine Stimme. Die Arme des Osnabrückers sinken in die Tiefe, er wirkt wie versteinert und kann nicht mehr sprechen. Gerdes wurde hypnotisiert.

Die Stimme, die Gerdes in Trance versetzt hat, gehört Adam Weiss.
Der Mentalist hat sich auf Hypnosevorstellungen spezialisiert. Gemeinsam mit Alex Morgenthau präsentierte Weiss am Dienstagabend sein Bühnenprogramm „Hirngespinste“ im Osnabrücker Club Dirty + Dancing.
Sein besonderes Steckenpferd schätzt Weiss, weil er durch Hypnose Menschen ganz persönlich kennenlernt. „Es entsteht eine Verbindung zwischen mir und der Person auf der Bühne“, so Weiss.
Für die Bühne muss der Künstler Menschen im Publikum finden, die besonders leicht hypnotisierbar sind. „Ich kann jeden Menschen hypnotisieren, bloß nicht in diesem Bühnenkontext. Da suche ich mir spezielle Leute aus“, erklärt Weiss.

Vom Hirngespinst zum Bild

Die Gedanken des Publikums zu lesen ist die Leidenschaft von Alex Morgenthau. In der Osnabrücker Show ließ er Freiwillige aus dem Publikum Bilder malen. Morgenthau zeichnete dann das Bild nach, nur durch das Betrachten der Person.
„Ich finde es schön, da ins Visuelle einzusteigen“, sagt der Mentalist. „Wir benutzen zum Gedankenlesen Menschenkenntnis, und es gibt auch eine gewisse Nähe zur Magie“, sagt Morgenthau.

Hilfreich für das Gedankenlesen sei es außerdem, dass viele Menschen ähnlich denken, so Weiss und Morgenthau. Die Grenze zwischen Magie und Realität sollen die Zuschauen jedoch selbst erkunden. „Wir möchten in erster Linie, dass die Leute sich unterhalten fühlen“, stellt Weiss fest. In Klartext: Es ist immer auch ein Trick dabei, aber den verrät ein guter Mentalist natürlich nicht.

Osnabrückpremiere

Für das Duo war es der erste Auftritt in Osnabrück. „Das schönste am Künstlerberuf ist, wenn man eine Kommunikation mit dem Publikum schafft“, so Weiss.
Das haben die Mentalisten offenbar geschafft, denn das Publikum im „Dirty + Dancing“ war begeistert. „Ich hätte nicht gedacht, dass Hypnose so möglich ist“, sagt Wolfgang Gerdes, der in Hypnose wie versteinert war und nicht sprechen konnte. „Man muss sich schon darauf einlassen. Ich konnte aber wirklich nicht reden dabei. Es ging einfach nicht“, bekräftigt der Osnabrücker, dass er nicht etwa geschauspielert hat.

Hirngespinste auf Tour

Als nächstes präsentieren Weiss und Morgenthau ihr Programm am 6. Oktober in Berlin.
Das „Dirty + Dancing“ wird weiterhin im Rahmen der unregelmäßigen Veranstaltungsreihe „Magic Tuesday“ Illusionisten und Mentalisten einladen.

Ein Artikel von Annalena Lange

www.zaubererberlin.info

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